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Dieses Thema hat 35 Antworten
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Goschi Offline




Beiträge: 2.672

14.12.2010 07:36
#21 RE: Zinnkrug antworten

Zitat "Normales Geschirr"... ja was ist denn normal? Unpraktisch ist es...ja das geb ich zu... wenn es runter fällt ist es nicht kaputt und zerspringt nicht in tausend Teile, hält mein Essen länger warm und meine Getränke länger kalt... absolut unpraktisch...


Also unter "normal" verstehe ich alltägliches Geschirr, eben normale Gläser und Porzelangeschirr, wie der normal Sterbliche zu hause nutzt oder man im Wirtshaus vorgesetzt bekommt. Ich kenne eigentlich niemanden, der Zinngeschirr zum alltäglichen Gebrauch oder auch nur selten nimmt. Es sieht gut aus, aber das ist in meinen Augen auch schon alles. Als Metall führt es Wärme schneller ab, ich meine Porzellan leitet nicht so stark und isoliert dadurch mehr. Deshalb haben ja Metall-Weinkühler noch ein Isolationsmaterial eingebaut. Eine Zinnkaraffe oder Bierkrug ist schon sehr schwer und unhandlich, vom Problem der Verunreinigungen mal abgesehen. Auch lässt es sich schlechter reinigen, bedingt schon durch das gefälligere Aussehen. Höchstens noch als Bierteckel, ich habe so ein Porzellankrug mit eingebauter Spieluhr und sonen Deckel, - aber auch mehr Gaudi als Gebrauchsgegenstand.
Sicher hält Zinngeschir wesentlich länger, aber dafür ist es auch 10mal oder mehr teurer im Anschaffungspreis. Ich glaube, eines meiner Zinntrinkgläser hat so um die 30 gekostet. Mein Vater hat mal geglaubt, dass man damit auch Wert anlegen kann und dadurch haben wir paar schöne Stücke. Es kann halt auch gesammelt werden.
Für mich ist es neu, das es jemand alltäglich oder öfters nutzt. Sicher könnte man es für außergewöhnliche Anlässe einsetzen, aber nur, wenn die Gäste auch sowas schätzen. Aber jedem Tierchen sein Pläsierchen, wer unbedingt meint, daraus zu trinken, der sollte halt auch ein solches Teil dort kaufen, wo er sicher ist, dass es gesundheitlich bedenkenlos genutzt werden kann - oder ein Gefäß aus Edelstahl, Glas oder Porzellan nutzen.


3 Dinge kommen nie zurück: Der abgeschossene Pfeil; Das gesprochene Wort; Die verpasste Gelegenheit.
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Goschi Offline




Beiträge: 2.672

14.12.2010 07:39
#22 RE: Zinnkrug antworten

Hallo Zinnmeister,
irgendwie habe ich versehentlich Deinen letzten Beitrag geändert. Ich bin mir eigentlich sicher, dass ich nur die Zitat-Funktion genutzt habe, da muss irgendwie etwas durcheinander gekommen sein, ist beim Schreiben auch mal vom Internet abgestürzt, vielleicht dadurch. Leider kann ich den ursprünglichen Beitrag nicht mehr her stellen und habe ihn deshalb ganz gelöscht. Bitte entschuldige.

Das mit den verschiedenen "Fachmeinungen lässt sich ja überall lesen. Es gibt z. B. Zinnseiten, die schließen aus, dass jetzt überhaupt noch Verunreinigungen im Zinngeschirr enthalten sein könnten und andere gibt, die gehen davon aus, das sehr oft gesundheitsschädigende Dinge drin sind. Öfters kann man lesen, dass Zinnteller nicht die Festigkeit beim Gebrauch vom Messer haben.
Hab mich gestern mit der Frau unterhalten, die meinte, ich spinne und ich könne dann das Tablett mit 3-4 Gedecken und Gläser selber schleppen. Da hat sie wohl recht denn 4 Zinnteller, dazu Zinnbecher bringen leer schon was auf die Waager und wenn man ein ganzes Gedeck hätte, sollte man sich einen Rollwagen zu legen.

Jedes Geschirr hat eben seine Vorteile. Nehmen wir das Holzgeschirr aus dem Frümi. Eine Holzschüssel zerbricht auch kaum, hält auch gut die Wärme ohne das man sich die Finger verbrennt und ist leicht, wenn das nicht die Haltbarkeit und Pflege wäre.
Steingut hält am besten die Wärme und isoliert gut, ist, denke ich auch am geschmackneutralsten. Allerdings ist es auch schwer. Also bleibt nur das Porzellan, das außer der Zebrechlichkeit alle guten Eigenschaften in sich vereint. Ist zwar auch relativ schwer, aber durch die geringe Wandstärke dem Steingut im Vorteil...


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Zinnmeister Offline



Beiträge: 9

14.12.2010 09:44
#23 RE: Zinnkrug antworten

Meinen letzten Beitrag hast Du gelöscht....
aber macht nichts...
Ich muß mein Wissen und meinen Enthusiasmus nicht überall anbieten um Aufklärungsarbeit leisten zu wollen. So langweilig ist mir gewiss nicht.
Und wenn nicht nennbaren "Fachleuten" mehr Glauben geschenkt wird, dann soll es so sein. Ich werde einen Teufel tun um gegen Windmühlen die Halbwahrheiten oder noch schlimmeren Schmarrn verbreiten und als das non plus Ultra hinstellen gegen angehen.
Anstatt das man angibt auf welchen "Zinnseiten" was zu finden ist um sich darüber selbst eine Meinung machen zu können und... ach egal... ich brauch mich und mein Wissen nicht anbieten wie Sauerbier....

@Eduard. Nimm bitte das Bild "rotes Handwerkssiegel" aus dem Forum raus. DANKE

Rökkvi Offline




Beiträge: 221

14.12.2010 10:10
#24 RE: Zinnkrug antworten

Schon wieder ein thema zerredet... schade eigentlich.Ich hab da nämlich auch noch ein paar ^^ "duzend" Zinngegenstände^^ .ich habe mal gesehen wie ein Schreiner den Zinn in Holzfehlstellen *astlöcher etc.* eingearbeitet hat und nach den Schleifen und Lacken sah das wirklich super aus. Ich frage mich was man wohl noch so alles aus diesem Werkstoff machen kann. vielleicht könnte ich es ja auch bei der Deelen resturation benutzen ... obwohl es nicht flexibel ist ... würde also heraus brechen ... war halt nur ein gedanke.Aber im alten möbeln war das echt ein Eyecatcher.
Ach ja , und mal wieder die alte Leier... vertragt euch. Dies ist ein forum und kein Kompetenz-wettstreit.Man kann einen Rat annehmnen oder auch nicht.Also zieht euch bitte nicht schon wieder ihrgend einen Schuh an.
Bitte lest die Antworten immer im Kontext als ganzes.Aber ihr seit alle 3x7 also,wer bin ich schon.
Mit freundlichen Grüßen : Flo

Seit ihr bereit Blut zu vergießen?
*Schwester Pflaster!!!*

Goschi Offline




Beiträge: 2.672

14.12.2010 12:45
#25 RE: Zinnkrug antworten

@ Zinnmeister: Ich glaube, Du hast mich falsch verstanden oder meinen Beitrag nicht richtig gelesen. Beim Schreiben meines Beitrages ist die Internetverbindung zusammengebrochen - ich war gerade dabei ein Zitat aus Deinem beitrag zu kopieren. Weil ich nun mal die Adminrechte besitze, wurde mein Beitrag mit Deinem vermischt und Deiner total überschrieben. Ich habe das aber erst heute gemerkt, als ich wieder im Forum war und das von Deinem Geschrieben nichts mehr übrig wahr - aber noch unter Deinem Namen stand, deshalb habe ich ihn gelöscht... Wenn Du ihn heute nochmal gelesen hast, hättest Du sehen müssen, dass es nicht mehr Dein Text war...

Um es mal klar zu sagen, ich als Admin - und alle Interessierten bestimmt auch - sind sehr froh, wenn jemand über ein bestimmtes Fachgebiet schreibt, neben organisatorischen ist das ja Sinn und Zweck des Forums. Ich bin Dir deshalb sehr dankbar, das Du bei uns dieses Thema ansprichst und hoffe nicht, dass Du aus meinem Unfall ableitest, hier kein Interesse zu finden. Dein Wissen ist hier sehr gefragt, zumal - wie ich auch schon anmerkte, die widersprüchlisten Aussagen über das Zinn habe.

Ich verstehe also nicht, warum Du denkst, dass wir kein Interesse an Deinen Ausführungen hätten. Ansonsten weiß ich nicht, warum Du diese Auffassung hier gewonnen hast, liegt es an meiner Meinung, dass Zinngeschirr heutzutage kein Alltagsgeschirr ist? Ich diktiere niemanden eine Meinung auf, sie ist nur eine von vielen.
Wenn Dir etwas hier aufstößt, kannst Du es ruhig schreiben, wir sind alle vernünftig genug und streiten uns deshalb nicht.

Ansonsten können wir auch ein eignes Thema anlegen, es muss nicht hierunter stehen.
Wir haben weiter unten unter Verbesserungen Rubriken wie z. B. Holz und Metall und könnten dort auch ein Thema über Zinn eröffnen. Da passt es vielleicht besser, aber auch gerne hier weiter schreiben ...


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Eduard Offline




Beiträge: 509

14.12.2010 18:24
#26 RE: Zinnkrug antworten

@ Zinnmeister: Ich verstehe jetzt auch nicht so ganz, warum du in deinem letzten Beitrag so reagiert hast, wie du reagiert hast. Ich denke niemand wollte dir hier deine Kompetenz abstreiten, ich mit Sicherheit nicht. So wie ich erstmal generell Fachleuten ihres Handwerkes und anderweitigen Berufsbilder diese Kompetenz nicht abspreche. Wäre wohl auch ein bisserle borniert dieses zu tun. Generell erwarte ich nämlich, dass ich von Fachleuten qualifizierte, richtige und möglichs unmissverständliche Auskünfte bekomme. Solange mir alle Fachleute ansatzweise das selber mitteilen, ist ja auch alles bestens in Ordnung. Nochmals, schwierig wird es nur, wenn von Fachleuten unterschiedliche, widersprüchliche, Informationen gegeben werden. Und auch sorry dafür, dass ich dir keine weiteren Information zu deinem Berufskollegen geben kann, als die die ich dir gegeben habe. Ich habe deine Fragen so gut wie es mir möglich war beantwortet. Mehr kann ich leider nicht machen.

Es ändert aber auch nichts daran, dass ich aus Kreisen deines Handwerks nun zwei unterschiedliche Informationen habe, was mitgegossene Stempel angeht. Das ist aber nicht meine Schuld. Und nochmals, dass man sich dann als Laie fragt, wie kann das sein und verunsichert ist, ist doch wohl verständlich, oder.

Wenn ich dir als Fachmann zu nem Sicherheitsrelevanten Thema ne Beratung geben hätte und du von einem Berufskollegen von mir ne komplett widersprüchliche Beratung bekommen hättest, wärst du doch auch verunsichert, oder? Und was hättest du dann, von mir als Fachmann, mit Recht, erwartet? Richtig, dass ich deine Verunsicherung beseitige und eventuell auch versucht hätte zu erklären, wie es denn zu solch unterschiedlichen Aussagen, von Fachleuten, gekommen ist.

Und ja, diese Beratung ist, erst recht bei schon verunsicherten Laien, dann mitunter erstmal so etwas wie ein Kampf gegen Windmühlen. Trotzdem ist dieser Kampf wichtig. Sonst bleibt nämlich beim ratsuchenden Laien ein Bild zurück, das dadurch charakterisiert ist, dass man das Gefühl bekommt, dass in einem Berufsfeld die eine Hand nicht weiß was die andere tut oder sagt, und über die Gründe für Ungereimtheiten anfängt selber zu spekulieren.

So habe natürlich auch ich bei, dem Thema eingegossene Stempel, angefangen zu spekulieren, woran diese unterschiedlichen Infos liegen könnten. Es blieb mir ja leider nichts anderes übrig, als zu versuchen, diese Frage alleine zu klären. So habe ich mich dann z.B. gefragt, ob es eventuell regionale Unterschiede gibt mit diesen Stempeln umzugehen. Wenn ich das Handwerkslexikon richtig verstehe, sind in deinem Verband ausschließlich Zinngiesser aus Bayern und BaWü organisiert. Meine Quelle stammte aber aus Hessen. Wäre es zum Beispiel möglich, dass dort ansässige, Zinngiesser ihre Stempel eben nicht mitgießen? Das wäre zum Beispiel eine mögliche, wenn auch nur rein spekulative, Erklärung. Genauso wäre es natürlich möglich, dass dein Berufskollege mir einfach Mist erzählt hat. Das kann ich aber nicht beurteilen. Da wäre dann z.B. ein Statement von dir hilfreich gewesen in dem du klar geschrieben hättest, dass ich definitiv auf ein schwarzes Schaf deines Handwerks reingefallen wäre. Eine so klare Aussage würde dann wohl keine Zweifel mehr aufkommen lassen.

Ich hätte es z.B. auch schön gefunden, wenn du die, im leider gelöschten Post, erwähnten aber nicht von dir ausgeführten, zwei weiteren Möglichkeiten, mit denen die Lebensmitteltauglichkeit von Zinngeschirr geprüft werden kann, hier zum Beispiel erklärt hättest. Dann hätte man eine weitere Möglichkeit gekannt, um gegebenenfalls, die Lebensmitteltauglichkeit zu prüfen. Wenn man mehre Möglichkeiten kennt um diese Lebensmitteltauglichkeit zu prüfen, kann man nämlich, für einen selber strittige Prüfmethoden, wie hier den eingegossenen Stempel vernachlässigen, weil man noch andere Methoden kennt. Zur Zeit weiß ich also, dass es noch zwei weiter Möglichkeiten gibt, mit denen ich die Lebensmitteltauglichkeit prüfen könnte. Das ist schön, nur solange sie mir keiner mitteilt, ist diese Info nicht wirklich hilfreich, oder? Und nur darum drehte es sich doch ursprünglich mal in diesem Thema, nämlich die Frage, wie erkenne ich die Lebensmitteltauglichkeit von Zinngeschirr und falle nicht auf ungeeignete Ware rein.

Zitat von Zinnmeister
@Eduard. Nimm bitte das Bild "rotes Handwerkssiegel" aus dem Forum raus. DANKE

Ähm, nö, werde ich nicht machen. Ersten kann ich bei dieser Forensoftware, soweit ich weiß, keine Beiträge editieren, auf die es bereits Folgebeiträge gibt. Zweitens wüsste ich auch nicht warum. Ich habe mir die Mühe gemacht, dieses Siegel, aus Informationsgründen, hier einzustellen. Sehe also erstmal keinen Grund dafür, Goschi darum zu bitten, diese Grafik aus meinem Beitrag zu entfernen.

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-Die Gegenwart war die Zukunft der Vergangenheit-

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Goschi Offline




Beiträge: 2.672

14.12.2010 22:26
#27 RE: Zinnkrug antworten

Naja, ich kann ja verstehen, wenn Zinnmeister sauer auf den gelöschten Beitrag ist, leider hatte ich es in beiden Beiträgen erklärt, dass es keine Absicht war. Wenn ich etwas löschen wollen würde, dann nur, wenn es für unser Forum oder die Teilnehmer besser wäre und dann stehe ich auch dazu.

Für meine Meinung über den Gebrauch im alltäglichen Leben muss man kein Fachmann sein, im Gegenteil: Der Verbraucher ist ja derjenige, der über die Gebrauchsfähigkeit bestimmt und da erlaube ich mir schon auch eine Meinung zu haben. Von Thema zerreden kann eigentlich keine Rede sein, estanden ja bisher nur Gebrauchsfähigkeit, Legierung, und Richtig-/falschstempel im Gespräch.

Klar sind meine Aussagen keine gute Werbung für das Geschirr, wenn man es verkaufen möchte, die von mir besuchten Seiten von Verkäufern nennen ja nur die Vorzüge des Zinngeschirrs, das es nur noch gesundheitlich bedenkenlos hergestellt wird und von schwarzen Schafen, vom Preis oder Gewicht, eben den Nachteilen schreibt keiner, das liest man höchstens bei den Nichtfachleuten.

Wie bereits schon mehrfach geschrieben, war der Beitrag des Zinnmeisters heut früh noch da, aber mit völlig anderen Text. Wenn er auch nur teilweise wieder herzustellen wäre, hätte ich das getan, ich bin weit davon entfernt, Leute zu verärgern, indem ich deren Beiträge lösche.

Aber dennoch hätte ich auch gern über Frühverwendung und Gebrauch erfahren. Als gelernter Holzwurm hätten mich auch Zinneinlagen im Holz interessiert. Aber vielleicht hat unser Zinnmeister auch noch mit Herstellung und dem Verkauf seiner Zinnartikel zu tun und konnte noch nicht vorbeischauen und kann erst morgen wieder - ich würde mich freuen.


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Zinnmeister Offline



Beiträge: 9

15.12.2010 10:36
#28 RE: Zinnkrug antworten

In meinem ersten Beitrag habe ich absichtlich als Bundesverbandspräsident geschrieben, da ich mich hier nicht als Gewerbetreibender vorgestellt habe, da es kontraproduktiv meinem Handwerk gegenüber stehen würde. Frei nach dem Motto:"Der meldet sich hier im Forum nur um sein Zinn verkaufen zu wollen." Deswegen bin ich nicht hier. Ich will Aufklärungsarbeit leisten, um genau die Halbwahrheiten und dergleichen zu berichtigen. Nicht mehr und nicht weniger. Es war auch nicht alles Falsch was bis Dato geäußert wurde, habe ich aber auch geschrieben. Nur gewisse Zusammenhänge wurden falsch interpretiert.

Seit 10 Jahren fahren wir (meine Frau und ich) auf "Mittelalterveranstaltungen" oder Stadtfeste, um mein Handwerk vorzuführen und fundierte Informationen weiter zu geben. Und seit 10 Jahren habe ich die möglichsten und unmöglichsten Äußerungen über Zinn gehört oder wurde mir dargelegt wie es sich mit Zinn verhält. Und da rollt es einem die Fußnägel nach hinten, was man so alles vorgeworfen bekommt.
Angefangen von: Zinn ist doch eine Legierung aus Bronze und Blei, Zinn ist giftig, im Zinn ist immer Blei dabei, kann ich endlos weiter führen... HAARSTRÄUBEND...

Warum habe ich so reagiert wie ich reagiert habe?
Nachdem ich mein Wissen weiter gegeben habe (und es war bis Dato hier nur ein Bruchteil dessen was es an interessanten Informationen gibt), Aufklärungsarbeit geleistet habe, wird das doch tatsächlich in Zweifel gezogen. Wird an dem fest gehalten was ein schwarzes Schaf geäußert hat.

Das es ein allgemeines Phänomen ist verunsichert zu werden durch viele "Fachleute" passiert so gut wie jedem denke ich mal, auch mir in anderen Bereichen. da stimme ich Euch zu. In meiner Position kann und werde ich es mir nicht Leisten falsche Äußerungen zu machen über mein Handwerk. Das bedarf, glaube ich, keiner weiteren Erläuterung.

Das Dein PC (Goschi) währenddessen Du schreibst absemmelt ist ärgerlich, das dabei mein Beitrag gelöscht wurde noch mehr, aber sicherlich nicht mit absicht was Du auch schon geschrieben hast. Ich Unterstelle Dir hier auch nicht die Absicht dessen.

Das rote Handwerkssiegel ist unser altes Handwerkssiegel die nur Mitglieder verwenden durften die auch Zinngießermeister sind. Und als Meister dessen wäre es fatal Unwahrheiten von sich zu geben.

Eduard, woher weißt Du das das rote Handwerkssiegel nur für Bayern und Baden-Württemberg verwendet wurde? Die Seite würde mich interessieren wo das steht. Es stimmt nämlich.
Das neue Gütesiegel (habe ich in einem Beitrag vorher erwähnt)darf seit 2006 von unseren Mitgliedern in ganz Deutschland verwendet werden.

Es muß nicht jeder "Zinngießer" bei uns Mitglied sein, es besteht ja kein Zwang dahinter irgendwo Mitglied sein zu müssen um Zinngerät herstellen zu wollen.
Die alles entscheidende Frage ist, ob die anderen "Fachleute" auch Meister sind. Wenn dem so wäre, würde ich ihn/sie kennen. Und wenn er dann immer noch Meister ist, frage ich mich woher selbiger so einen "Schmarrn" hat und zu seinem "Besten" gibt (sprich, das in der Öffentlichkeit verbreitet).

Eduard, wo hast Du das rote Handwerkssiegel rauskopiert?

Kurze Unterbrechung, ich muß weiter... wir lesen uns.
Zinnvolle Grüße

Goschi Offline




Beiträge: 2.672

15.12.2010 12:39
#29 RE: Zinnkrug antworten

Ich hatte in letzter Zeit Probleme mit der Verbindung. Immer wenn ein Telefonat geführt wurde, stürzte die Internetverbindung zusammen, in letzter Zeit selten, dennoch hätte sich der Beitrag deshalb nicht mischen dürfen... Entschuldige bitte die Textlöschung.

Es freut mich ganz besonders, dass Du wieder schreibst. Ich habe Deine WEB-Seite gefunden und finde sie sehr informativ, wollte sie aber auch hier nicht vorstellen, weil ich dachte, Du wirst das schon selbst tun, wenn Du es für richtig hältst.

Überlege bitte, ob wir weiter unten unter "Verbesserungen bei Darstellung, Ausstattung und Anfertigung" ein eigenes Thema - z. B. "Zinnarbeiten" ertsellen.
Hier, unter "Fragen und Antworten von Teilnehmern und Besuchern" werden belanglosere, kürzere Fragen gestellt und dort sind die wissenswerteren Themen, die sich länger mit einer Sache beschäftigen. Wenn ja schreibe in einem Beitrag kurz oder sende mir eine PM, ich stelle das dann um. Man kann das Thema der Übersicht halber von vornherein noch in Unterthemen unterteilen, wenn Du z. B. einen Beitrag mit Thema ist Zinn giftig oder ähnlich eröffnest, dann bleibt alles übersichtlich und man muss sich nicht wiederholen bei den umfangreichen geschriebenen.
Ich denke, niemand hat ein Problem, wenn Du auch Sachen verkaufst, Du "produzierst" ja auch selbst und sicher ist mancher froh, wenn er einen Verkäufer findet, den er auch schon über das Forum kennengelernt hat und weiß, was er dort bekommt. Reinen komerziellen Zwecken, Händler die nur ihre Waren anpreisen, das ist etwas anderes.
Unsere Teilnehmer sind Leute, die nicht nur aufbauen sondern auch viel selbst machen und auch viel für ihr Hobby tun oder anschaffen. Wenn man manchmal doppelt hinterfragt ist das wirklich nur der Grund, dass man auch schon viel verschiedenes gehört hat, meist unter der Beteuerung von Fachkenntnis.


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Dannie Offline




Beiträge: 311

16.12.2010 04:00
#30 RE: Zinnkrug antworten

Ich zitiere jetzt mal eine Aussage (darf ich) die ich letztens hörte:
Da stehen die Fachleute stundenlang vor einem Objekt und referieren lang und breit über das Pferd.
Dumm nur, dass es ein HUND ist!

Eduard Offline




Beiträge: 509

16.12.2010 18:25
#31 RE: Zinnkrug antworten

Zitat von Zinnmeister
Warum habe ich so reagiert wie ich reagiert habe?
Nachdem ich mein Wissen weiter gegeben habe (und es war bis Dato hier nur ein Bruchteil dessen was es an interessanten Informationen gibt), Aufklärungsarbeit geleistet habe, wird das doch tatsächlich in Zweifel gezogen. Wird an dem fest gehalten was ein schwarzes Schaf geäußert hat.

Und ich glaube,da haben wir beiden, einfach aneinander vorbei geschrieben. Ich habe dein Wissen mitnichten in Zweifel gezogen. Mir ging es wirklich nur darum zu klären, wie es zu diesen zwei unterschiedlichen Aussagen über die eingegossenen Stempeln kommen könnte, ohne meine ursprüngliche Quelle sofort als „Schwarzes Schaf“ zu betrachten, da mir dass zu einfach und u.U. dieser gegenüber voreilig oder ungerecht erschienen wäre. Deswegen auch meine vorsichtige Frage, ob es evtl. regional unterschiedliche Umgehensweisen dazu gibt, oder andere Erklärungsmöglichkeiten. Und diese Frage war nicht aus dem Hut gezaubert, sonder einfach auf Erfahrungen mit anderen Handwerken begründet. Hatte nen ähnlichen Fall nämlich mal bei zwei Glasbläsern zum Thema „Waldglas“. Da gabs auch zwei, nicht deckungsgleiche Infos. Und was stellte sich hinterher heraus? Beide hatten sie durchaus recht, wenn sie mir nur mitgeteilt hätten, dass es regionale Unterschiedlichkeiten gibt. Und die beiden hatten einfach nur jeweils die Sicht aus ihrer Region dargestellt. Die beiden bedachten einfach nicht die Besonderheiten der anderen Region. Sicherlich damals etwas unglücklich gelaufen, aber so etwas kann schonmal passieren. Und aus diesen Erfahrungen frage ich lieber zweimal nach, als irgendwem direkt Fachundigkeit zu unterstellen oder sofort als „Schwarzes Schaf“ zu brandmarken, wenn ich unterschiedliche Informationen von Fachleuten bekomme.

So hätte es ja evtl. sein können, dass meine Quelle aus Hessen, nicht wusste, dass es auch Zinngieser gibt, die Stempel miteingiessen, weil es in seiner Region eben unüblich ist. Da ich hier nun gelernt habe, dass es sich mit besagten Stempeln aber eben anders verhält, du als ausgewiesener Fachmann, als einzige Möglichkeit für meine ursprüngliche Info schlicht und ergreifend ne Falschberatung angibst, nehme ich das natürlich so als Info an . Bedauere es nur, dass ich vorher auf jemanden reingefallen bin, der eben dann wohl doch ein „Schwarzes Schaf“ war. Dazu bedurfte es aber eben genau der hier geführten Diskussion, der Nachfragen von mir und deiner Erläuterungen. Nun kann ich auch ggf. jeden, der mir nochmals diese Info zu eingegossenen Stempeln geben würde, wie ich sie erhalten habe, sofort als „Schwarzes Schaf“ entlarven und ihm das, im Zweifelsfalle, auch direkt so vor den Kopf knallen. Dank dir habe ich ja nun eine zuverlässige und seriöse Quelle dafür.

Zitat von Zinnmeister
Eduard, woher weißt Du das das rote Handwerkssiegel nur für Bayern und Baden-Württemberg verwendet wurde? Die Seite würde mich interessieren wo das steht. Es stimmt nämlich.

Du hattest ja selber schon geschrieben, dass dieses Handwerkssiegel nur Mitglieder eures Verbandes auf Zinnwaren verwenden durften. Da euer Verband wiederum ja Rechtsnachfolger der Landesinnung des Zinngießerhandwerks für Bayern und BaWü ist, konnte dieses Siegel ja auch nur dort benutzt werden. Die Infos zu Eurem Verband habe ich der Seite „Handwerksblatt.de“ und dort dem Punkt „Handwerkslexikon“ entnommen.

Zitat von Zinnmeister
Eduard, wo hast Du das rote Handwerkssiegel rauskopiert?

Jetzt bitte nicht lachen. Das Siegel habe ich seinerzeit einfach von nem Zinnteller abgescannt, der sich damals in meinem Besitz befand. Dann den Hintergrund ausgeschnitten und hier eingestellt. Als Quelle hätte ich also korrekterweise „Mein Zinnteller“ angeben müssen.

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Goschi Offline




Beiträge: 2.672

18.12.2010 13:51
#32 RE: Zinnkrug antworten

Leute, die gegenseitigen Enschuldigungen und Erklärungen bringen uns nicht weiter und verfehlen den zweck dieses Forums, hier interessante Ding - in idesem Fall über das Zinn einzustellen.

Ich habe versehentlich einen Beitrag gelöscht, Eduard, der Zinnmeister (und auch ich) hat mit Recht darauf hingewiesen, dass es leider viele Wissensquellen gibt von denen man Zweifel haben muss und das man deshalb eine gesunde Vorsicht walten lassen sollte. Das ist ja in allen Dingen so und wirkt sich oft auf Foren oder Beiträge aus.

Unsere Aufgabe ist es jedoch nicht, Seiten mit Falschhinweisen an den Pranger zu stellen. Das ist wohl eher z. B. die Aufgabe des Bundesverbandes hierfür, denen auch das Internet zur Verfügung steht und dann bei verschiedenen Anbietern die Dinge richtig stellen können.

Zum Thema Mittelalter hier sind wir über alle Formen von Hinweisen sehr dankbar. Aber die bisherigen Beiträge enthalten darüber nicht viel, als was man auch in einem Beitrag zusammenfassen hätte können.

Ich fragte an ob das Thema hier ausreichend ist oder ob wir ein größeres Thema einrichten sollen. Antwort darauf bekam ich keine.

In diesem Thema ging es um folgende Frage:

Ich habe einen sehr schönen Zinnkrug und dazu passenden Becher gefunden und würde den gern nutzen,aber so kann ich ja nicht daraus trinken,denn der Geschmack ist nicht so besonders und ich glaub so besonders gesund ist das auch nicht.Kann ich das Ding irgendwie von innen lasieren oder so? Und wenn ja,womit und wo bekomme ich das? Hab zwar auch Tonkrug und Tonbecher,aber Zinn finde ich irgendwie schöner,...

Ich weiß nun nicht, ob diese in diesem Wirrwahr überhaupt beantwortet wurde, wenn sich die Experten um "Sein oder Nichtsein" streiten - ich kann deshalb - als Leie nur empfehlen: Wenn man sich über die Zusammensetzung nicht sicher ist, sollte man nicht daraus trinken.
Es könnte ja auch Geschirr von sog. "schwarzen Schafen" der Branche sein, zumal Du sicher auch noch anderes Geschirr im hause hast und nicht auf die Benutzung angewiesen bist.

Handle einfach im übertragenem Sinne nach dem klugen Satz: "Man muss nicht jeden Pilz essen, den man findet."


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Toghan Offline




Beiträge: 385

18.12.2010 19:53
#33 RE: Zinnkrug antworten

Zitat von Goschi
In diesem Thema ging es um folgende Frage:

Ich habe einen sehr schönen Zinnkrug und dazu passenden Becher gefunden und würde den gern nutzen,aber so kann ich ja nicht daraus trinken,denn der Geschmack ist nicht so besonders und ich glaub so besonders gesund ist das auch nicht.Kann ich das Ding irgendwie von innen lasieren oder so? Und wenn ja,womit und wo bekomme ich das? Hab zwar auch Tonkrug und Tonbecher,aber Zinn finde ich irgendwie schöner,...

Ich weiß nun nicht, ob diese in diesem Wirrwahr überhaupt beantwortet wurde


Villeicht kann der Zinnmeister ja einen Tip geben wie man bei einem Zinngegenstand nun genau feststellen kann ob er als Essgeschirr / Trinkbecher zu verwenden ist oder man das gute Stück doch besser in der Vitrine lässt. Bei meinen Zinnbechern bin ich nach den Prägestempeln gegangen aber Zinnmeister hat da ja anscheinend noch einen Tip

Zitat von Zinnmeister
Ich geb Dir gerne noch zwei ganz einfache Methoden an die Hand um einfachst feststellen zu können ob man Zinn das zur Auswahl steht verwenden zu können.

* * *

Zinnmeister Offline



Beiträge: 9

19.12.2010 13:36
#34 RE: Zinnkrug antworten

Die zwei einfachen und schnellen Merkmale möchte ich nicht nur geschrieben veräußern, sondern auch an den Klangbeispielen. Damit man sich auch was vorstellen kann und direkt zuhause anwenden kann. Das will ich mit einer Kamera aufnehmen mit Ton. Dann hat das Hand und Fuß und so viel anschaulicher.
Zinnvolle Grüße
Stephan

Zinnmeister Offline



Beiträge: 9

22.12.2010 16:36
#35 RE: Zinnkrug antworten

Da der Aufwand von der Zeit her doch etwas größer ist um das in einem Filmbeitrag zu gestalten, hier kurz zwei eindeutige Merktmale um lebensmittelechtes Zinn erkennen zu können.

Beispiel Becher:
Man nehme einen Kugelschreiber oder langen Nagel, und "stürze" (setzt den Becher vorsichtig verkehrt herum auf den "spitzen Gegenstnad") den Becher auf den Kugelschreiber oder Nagel, so das der Becher "frei" hängt.
Entweder mit einem Stift oder dergleichen an den Becher leicht anschlagen, wie bei einer Glocke, und da sollte der Klang sehr hoch bzw. hell sein, wie bei einer Glocke selbst. Je länger der hohe Klang anhält, um so besser ist das Zinn. Je dumpfer der Klang ist, sprich Bleianteil drin sein kann, je kürzer bzw. gar kein Klang. Und wenn dann so ein möglicher "Halodrie" gepanscht hat, dann schon ordentlich mit Blei oder Zink. Es gibt da jetzt keine "Feinabstimmung" vom Klang her, sondern entweder hell oder dumpf der Klang. Gedrücktes Zinn hat einen Klang wie ein Blechnapf... kurz und stumpf.

Das geht auch bei Tellern. Dabei den Teller auf drei Finger stellen, damit der beim Anschlagen auch schwingen kann. Da soll der Klang auch hoch bzw hell sein.

Zinnschrei:
Wenn man Zinn verbiegt, ensteht der sogenannte Zinnschrei. Da reiben die Gefügekörner aneinander. Gedrücktes Zinn, tiefgezogenes, fließgepresstes Zinn "schreit" nicht. dafür aber bitte nicht den Teller soweit verbiegen das man ein Sandwich draus machen kann. Es reicht da ganz vorsichtig unter Spannung zu setzen und hört dann schon den Zinnschrei. Möglichst nah mit dem Ohr an den gegenstand ran gehen, so laut ist der "Schrei" allerdings auch nicht.

Aber bitte nicht in einem Ladengeschäft reinstolpern, Zinn aus dem Regal zerren, verbiegen und wieder zurück stellen... das hat keiner gerne... logisch... fragt da lieber nach ob der/die Verkäufer/in diese beiden Merkmale kennt. Die Klangprobe ist dahingehend problemlos durchführbar.

Ich hoffe vorab Unklarheiten beseitigt zu haben.
Zinnvolle Grüße
Stephan

Goschi Offline




Beiträge: 2.672

28.12.2010 16:30
#36 RE: Zinnkrug antworten

Bitte weitere Fragen und Gespräche zu Thema Zinn hier führen: Zinngeschirr - Merkmale-Qualität-Beschaffenheit

Die Frage ist hier beantwortet, aber es gibt bestimmt noch weitergehende Fragen die unter der Rubrik Verbesserungen... Metallarbeiten besser aufgehoben sind.


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