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Die Sippe Tagarod
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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 1.145 mal aufgerufen
 Hobby-Vorstellungen
Goschi Offline




Beiträge: 2.672

04.04.2007 08:03
Tagarod, die Sippe antworten
Unsere Sippe Tagarod stellt eine Familie - derzeit mit 2 Generationen - aus dem Jahre 663 aus Ostthüringen zum Ende der Völkerwanderungszeit dar, die mit ihren Zelten zu neuen Siedlungsräumen unterwegs ist und auch im wirklichen Leben besteht.

Wir stammen - bis aus dem Dortmunder Ossi - aus dem Vogtland. Thüringen haben wir deshalb als Darstellungsort gewählt, weil das Vogtland zur Darstellungszeit noch undurchdringlicher Urwald war und erst später teilweise von den Thüringern besiedelt wurden. Vielleicht alte Handelsstraßen gab es schon.

Unser Mittelalterhobby betrachten wir als sinnvolle Freizeitgestaltung und Ausgleich zum heutigen Alltag. Für uns steht das gemeinsame Hobby mit allen, die Mittelalterdarstellung betreiben, im Vordergrund, weil es diejenigen verbindet, deshalb bewerten wir die Leute nicht danach, was sie machen oder auch nicht machen, sondern nach den Kriterien der Kameradschaftlichkeit und des netten Umgangs untereinander. Leute, die diese Eigenschaften nicht kennen oder pflegen oder eine schlechte Kinderstube haben, sind für uns entweder minderwertig oder bedauernswert und keinesfalls diejenigen mit Elbenohren, über deren Besuch wir uns genauso freuen wie alle anderen Darsteller. Verbesserungsvorschläge sind immer erwünscht, wenn sie in der Realität für uns umsetzbar sind, folgen wir dem gern. Jeder kann sich selbst gern persönlich bei uns davon überzeugen, dass es so ist.

Wir fühlen uns niemanden verpflichtet, eine bestimmte Darstellung zu betreiben und müssen auch keinem, sich selbst dazu berufenen "Kontrolleur" Rechenschaft über unsere Darstellung den wir organisatorisch in Mischung eines privaten Vereines und einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts mit Steuernummer führen, abgeben. Aber wir geben gerne jedem freundlich gesonnenen Besucher und jedem Gast gerne Auskunft über unsere Darstellung mit all den Mängeln und guten Seiten, die jede Darstellung nunmal hat. Wir haben auch nichts zu verbergen, weil es überhaupt keinen Grund dazu gibt.
Wir halten unsere historische Darstellung für interessant und spannend für jede Altersgruppe und keinesfalls langweilig.

Wir wählten die historische Darstellung auf der Grundlage von historischen Funden und Museumsangaben, weil wir die Lebensweise unserer Vorfahren etwas nahe bringen wollen. Dazu haben wir meist auch Bilder über Funde dabei, damit der Besucher Vergleiche ziehen kann. Vor allem gegen dem weitverbreiteten Irrtum, dass früher alles primitiv war, haben wir die historische Darstellung und nicht die Phantasiedarstellung gewählt.

Abweichend von der historischen Darstellung ist bei uns der Leinwandstoff der selbst gebauten Zelte und die Schuhsohlen, weil wir uns nicht für die ganze Gruppe jährlich neue Schuhe mit Ledersohle leisten können/wollen (Wir sitzen ja nicht nur herum, sondern arbeiten auch damit.) Natürlich pflegen wir auch die Hygiene der Gegenwart und haben zum Aufbau dessen Umfeld. Außerdem beteiligen wir uns an Aktionen außerhalb des Lagers die nicht immer historisch korrekt sein müssen, wie z. B. Umzüge.

Ansonsten kochen wir im Lager, stellen Holzsachen, wie Truhen, Tische u. Geschnitztes wie Holzschmuck, Holzlöffel oder Ledersachen wie Beutel und Taschen, die noch per Hand punziert werden, her. Wir machen Eisengeflechte, oft dürfen auch mal die Besucher, wenn sie wollen mitflechten uns stellen Eisensachen her. Wir machen Schwertkampf im Freistil und im Lager wird gekocht.

Allerdings können wir das alles nicht auf einer Veranstaltung bieten, da wir hierzu nur 5 Personen sind. Wir wählen dann entsprechend dem Veranstaltungsrahmen und der uns zur Verfügung stehenden Zeit aus, was wir konkret machen. Derzeit ist es auch noch so, dass wir selten alle kommen können. Ab Ende 2008 wohnen wir alle unter einen Dach und Sandra ist beim Bund fertig, dann lässt sich besser planen. 2007 bis 2009 ist uns deshalb auch nur eine eingeschränkte Teilnahme möglich, weil in dieser Zeit der Umzug, Ausbau der Wohnung Auslandseinsatz der Tochter und berufliche Aus- u. Weiterbildung meiner Tochter u. mir erfolgen muss.

Aufbauen tun wir überall, wo es uns gefällt, zum überwiegenden Teil auf Gisbert Hillers Veranstaltung, aber auch auf kleinen Märkten in Wohnnähe.

Unser Lager wird laufend verbessert, neu angeschaffte Kleidung wird immer nach besseren Ansprüchen angeschafft und verschlissenes ausgetauscht, auch sind wir bemüht uns qualitätsmäßig in Richtung unserer Darstellungszeit zu verbessern. So wurden im Dezember für ca. 1000 € neue Bekleidung angeschafft, aus der Diskussion im alten Forum nach verschiedenen Ausprobieren rüsten wir unser Lager mit Kienspanlampen aus(Laternen sehen wir als unausreichend an). Das Ziel besteht für dieses Jahr auch noch eine Lagerschmiede zu bauen.

Im Jahr 2007 bauen wir in Dortmund, Köln und Bückeburg bei Gisbert auf. Dann haben wir noch einen Termin in der Dresdner Heide und im eigenen Wohnort muss ich aufbauen.


3 Dinge kommen nie zurück: Der abgeschossene Pfeil; Das gesprochene Wort; Die verpasste Gelegenheit.
Tradition ist nicht die Aufbewahrung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers

Goschi Offline




Beiträge: 2.672

11.03.2008 22:41
#2 RE: Tagarod, die Sippe antworten

Alles entwickelt sich natürlich weiter; wir werden älter, der Bart wird grauer und unsere Zelte natürlich auch
Mit Abschluss des vergangenen Jahres sind wir durch Ergänzung unserer Kleidung auch in der Lage eine historisch gerechte Darstellung zu liefern, was man üblicherweise darunter versteht. Allerdings ist der Großteil unserer Kleidung immer noch maschinengenäht, dies fällt jedoch bei normalen Blickkontakt mit den Besuchern nicht besonders auf und bei den Schuhsohlen aus Sicherheitsgründen machen wir auch keine Abstriche. Die Verwendung von Hygieneartikeln aus der Gegenwart braucht man wohl nicht extra zu erwähnen. Auch bei den Zelten werden wir im Jahr 2008 komplett sein, (Ein neues großes Zelt ist fast fertig und ein neues Vordach habe ich auch genäht.)Allerdings stellen wir selten das ganze Lager auf. Bei Veranstaltungen wie bei Gisbert werden wir auch demnächst nie ganz auf zusätzliche Bequemlichkeiten verzichten. Sollten wir in den nächsten Jahren mal auf einer historischen Veranstaltung aufbauen, werden wir uns selbstverständlich nach deren Aufbaukriterien richten.

Unsere nächsten Schwerpunkte ab 2009 (2008 ist für uns eigentlich schon gelaufen):

- in Hinblick auf Kritik von der A-Szene - Beginn der Erfassung u. Belegung unserer Ausstattung
- falls sich das Lager personell erweitert, entspr. Unterbringungsmöglichkeiten u. Ausstattung
- Verbesserung beim Kleinkram u. Details


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Goschi Offline




Beiträge: 2.672

06.06.2009 23:39
#3 RE: Tagarod, die Sippe antworten

Im Jahr 2009 haben wir fast nichts geplant - nicht einen einzigen Markt von Gisbert. Wie schon anderswo geschrieben, würde aus technischen Gründen die Anfahrt eines Marktes mit meinen PKW mit Hänger bei ca. 1000 km bleiben aber Ossi müsste 2000 fahren, weil er mit Pkw den Hänger erst mal hier beladen müsste...
Nicht desto trotz, haben wir in diesem Jahr viel erledigt und ich arbeite am PC meist nachts, um über die Runden zu kommen und bin deshalb seltener im Forum. In der letzten Woche hatten wir einen Projekttag, eigentlich 3 Tage mit einer Klasse von ca. 14jährigen Schülern. Es war eine schöne Sache für uns und auch für die Kinder, wenn auch nur im Klassenzimmer, das wir wiederholen möchten. Dann bauen wir noch auf dem Bergfest auf, welches auf dem berg an dem wir wohnen stattfindet.

Im nächsten Jahr zum Tag der Vogtländer haben wir die Aufgabe übernommen eine Darstellung mit dem Thema der Besiedlung zu liefern. Weil die erst so 1200 war, also 500 Jahre nach unserer Darstellung, werde ich im herbst noch ein paar Museen besuchen, denn wir wollen uns nicht blamieren. Das bedeutet, dass wir eine separate, ins HoMi reichende Darstellung aufbauen müssen. Vermutlich werden wir diese Darstellung ebenfalls in unser Angebot aufnehmen. Von uns als "Eingeborene" erwartet man eben auch etwas aus unserem Wohnsitz, dem wir uns nicht ganz verschließen können. Die Ausstattung wird dann übern Winter vorgenommen. Mal sehen was die Zeit bringt. Neben dieser Darstellung ist für mich natürlich auch unser gemeinsames Lager ein Schwerpunkt und ich hoffe, dass genügend die Zeit finden, hierher zu kommen, damit es durchführbar wird.
Körperlich sehen wir uns ja leider erst im nächsten Jahr.

Ihr könnt natürlich die Rubrik der Lagervorstellung im Forum auch gern für Informationen nutzen...


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Goschi Offline




Beiträge: 2.672

24.08.2014 20:39
#4 RE: Tagarod, die Sippe antworten

Tja, ich will auch hier kurz berichten, wie es um unsere Sippe steht.
Derzeit sind die Stammmitglieder meine Frau und mein Sohn. Eine Arbeitskollegin, die dieses Jahr wegen Krankheit ausfiel ist auch begeistert und macht hoffentlich nächstes Jahr wieder mit. Meine Tochter war dieses Jahr mit dabei und will sich nächstes Jahr auch wieder - vielleicht sogar mit ihren mann Ossi beteiligen.
Wir sind und bleiben eben eine kleine Sippe mit einem kleinen Lager von ca. 120 bis 140 m² Stadnfläche.
Was hat sich in den letzten 5 Jahren geändert? Wir haben uns verkleinert ohne an Substanz zu verlieren. Viele Sachen, die sowieso nie aufgebaut wurden sind zu hause geblieben. Der Hänger und die Unterbringung wurde überplant. Dadurch haben sich die Auf- und Abbauzeiten halbiert.
Da wir nicht mehr durchgehend bei Gisbert Feuer unterhalten müssen, wird dieses nur noch bei Gebrauch, also hauptsächlich zum Kochen entfacht. Nun brauchen wir nur noch 1/4 der Holmenge von früher. Das bringen wir zukünftig selbst mit, dann haben wir immer trockenes zum kochen geeignetes Feuer und müssen es nirgens woher holen. Dank der LED Technik wird eine NAchtbeleuchtung mit Energiestation angeschafft, damit das rumrennen mit Taschenlampen u. Suchen aufhört. Es gibt für Traktoren günstige LED-Strahler.
Demnächst baue ich außen am Hänger eine Trackbox für Brennholz und eine für die Strombox an.
Die mich von früher kennen, wissen dass wir so 10 Std. aufgebaut und 6 Std. abgebaut haben. Dieser Stress ist in dieser Form vorbei.
Auch denke ich darüber nach einen gasbetriebenen Kühlschrank für Fleisch anzuschaffen. Die in diesem Jahr eingesetzte Kühlbox war nicht schlecht, aber nach 2 Tagen ging trotz Eis nachfüllen nichts mehr. das Zeug wurde nicht schnell genug kalt.


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