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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 1.915 mal aufgerufen
 Holzarbeiten, Äxte
Goschi Offline




Beiträge: 2.673

17.02.2013 17:14
#1 Äxte antworten

Derzeit bin ich dabei - auch wenn ich in diesem Jahr nur einen Termin habe, die Vorbereitungen zu treffen.
In den Zusammenhang wird dieses Jahr folgendes angeschafft, was evtl. auch für andere interessant ist.
Habe dazu auch Vergleiche mit Funden angestellt. Wenn Interesse besteht, kann ich gern weiteres berichten, bzw. können wir auch unter unseren speziellen Themen weiter diskutieren. Bedenkt dabei, dass es vorangig für Frühmi angeschafft wurde, manches aber auch später verwendet werden kann:

Äxte nach historischen Vorlagen:
Die einseitige Bartaxt ist eine von verschiedenen im Frühmi verwendete Axtformen zum Zerkleinern von Holz. Lasse mir hierzu 2 Äxte schmieden. Der Vorteil dabei ist, dass man sie zum speziellen Gebrauch anpassen lassen kann, ich habe dazu eine Fällaxt und eine Keilaxt mit geringen Änderungen in Bezug auf den Axtstil bestellt. Vorlagen zur Form habe ich aus "meinem" Museum für Früh- u. Urgeschichte Weimar. Der Schmied wohnt nur ca. 100 km von mir weg und die Dinge sind auch bezahlbar: Preise und Grundaussehen und die nachfolgenden Bilder findet Ihr hier: http://www.damastklinge.de/damastklinge_...le_bilder04.htm Bild:
Ich denke, dass dort das Verhältnis zwischen Qualität und Preis stimmt. Er macht das auch als Hobby und unterhält nebenbei ein Schmiedemuseum.

2. Bratpfanne - nur für Phantasiedarstellung für Frühmi
Außerdem stellt der Schmied dort aus einem Stück kleine Bratpfannen her, die allerdings in den Bereich der Phatasie fallen. Für das MPS ist das jedoch möglich, da man schnell mal etwas braten kann (Das Bild stammt auch von o. g. Schmied, ich bevorzuge die linke unregelmäßig abgeschlossene Pfanne):

Auch die anderen Äxte dort sind interessant. (Die abgebildeten Messer sind dort oft schon verkauft, wie z. B. das Bauernmesser)



Vielleicht ist das ja für jemand eine Anregung...


3 Dinge kommen nie zurück: Der abgeschossene Pfeil; Das gesprochene Wort; Die verpasste Gelegenheit.
Tradition ist nicht die Aufbewahrung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers

Goschi Offline




Beiträge: 2.673

08.03.2013 15:48
#2 RE: Äxte antworten

Die schönste Geschenke sind die, die man sich selber macht und so bin ich heut die 100 km zum Schmied gefahren um die Äxte und Pfanne abzuholen. Begeistert stelle ich fest, dass neben dem Preis auch die Qualität stimmt. Messerscharfe Äxte, bestens für den laufenden Gebrauch hergestellt und auch noch MA-geeignet.

"Meinen" Schmied Mirko Günther, welcher nebenbei auch ein Schmiedemuseum betreibt und auch Schaustellungen macht, kann ich sehr empfehlen. Er sendet die Werkzeuge natürlich auch zu, geht auch auf Sonderwünsche bei Gewicht oder Axtform ein. Das Messerschmieden hat er sein lassen und hat sich ganz auf die Herstellung von Werkzeugen spezialisiert. Wenn Ihr Interesse habt, einfach dort anfragen.

Mirko Günther, Am Schützteich 10, 09212 Limbach-Oberfrohna, OT Pleißa, Tel.: 0173 - 8034856, http://www.axtschmiede.de, kontakt@damastklinge.de

Für die Leute, die sich weniger damit beschäftigen, aber sich wundern, das die Meter sich so schlecht querdurch hacken lassen:
Es gibt Spalt- und Fälläxte. Die Spaltäxte dienen zum Aufspalten des Holzes in Richtung der Maßerung. Die Fällaxt dagegen ist speziell fürs Baumfällen und querdurchhacken quer zur Maßerung vorgesehen. Damit braucht man für beide Arbeiten weniger Kraft, die Axt bleibt nicht so oft stecken und man ist schneller mit der Arbeit fertig. Während man im Baumarkt meistens eher Mischformen bekommt, welche weder optimal für das eine wie für das andere sind, macht der Schmied diese in exzelenter Qualität und in der Form, welche man für die Arbeiten braucht. Deshalb habe ich meine Axt, die ich immer im Pkw dabei habe, auch noch gegen ein Fällbeil ausgetaucht. Umgestürzte Bäume oder starke Äste auf der Fahrbahn kommen in meiner Wohngegend gelegentlich vor.

Nachfolgend Abbildungen und Erklärungen zu den einzelnen Äxten (darunter nicht mein MA- sondern mein Esstisch).

Die Fällaxt zum Fällen von Bäumen und alles Holz, was querdurchzuhacken ist und entsprechend meinem Frümi:

Entscheidend für das Schneiden des Holzes ist der spezielle flache, fast messerartige Querschnitt der Axt:

Dem Blatt sieht man an, dass es geschmiedet wurde:

Und hier mit Lederschutz:


Diese Spaltaxt zum Holzspalten, ist speziell für die Arbeit im Lager gemacht, wo man oft das Holz nicht richtig hinstellen kann, weil kein richtiger Hackstock da ist. Dem Rechnung tragend ist der Stiel kürzer, dafür das Blatt schwerer, damit sie anständigen Zug hat und die Stiellänge ausgleicht:

http://www.mittelalterdarstellung.de/Ablage/Spaltaxt2.jpg
Hier sieht man im Schnitt den Unterschied zur Fällaxt:

Auch hier sollte man bei der scharfen Axt auf den Lederschutz nicht verzichten. Man erkennt auch wie viel Masse im Axtblatt steckt:



Das für "eigene" Zwecke erworbene Fällbeil ist natürlich kleiner und leichte als eine Fällaxt und passt damit besser ins Auto. Man soll dennoch den Zug und die Verwendungsmöglichkeiten der kleinen Axt nicht unterschätzen, ob das nun ein umgefallener Baum oder ein schönes Teil einer Wurzel etc. ist ...

Mit der Hülle kann im Pkw auch nichts passieren, wenns dann noch an geeigneter Stelle liegt bzw. befestigt wird:


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