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Dieses Thema hat 15 Antworten
und wurde 574 mal aufgerufen
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the_landlady Offline




Beiträge: 18

02.09.2011 18:40
mittelalterliche Bezeichnung für Abenteurer antworten

Hallo zusammen,

ich habe inzwischen eine (Grund-)Gewandung zusammengestellt aus Dingen, die mir so gefallen und herausgekommen ist dabei eine etwas abenteuerlich aussehende Dame. Da mir die Vorstellung von einer abenteuerlustigen Wandersfrau sehr gut gefällt, würde ich gerne weiter daran arbeiten und daraus mein mittelalterliches Alter-Ego formen.

Jetzt fehlt mir allerdings noch eine Bezeichnung dafür, denn "Abenteurer" klingt irgendwie nicht mittelalterlich. Ich habe schon über "Vagabundin" nachgedacht, bin allerdings nicht sicher, inwiefern Vagabunden gesetzlose waren.

Lg
the_landlady

Dannie Offline




Beiträge: 311

02.09.2011 21:45
#2 RE: mittelalterliche Bezeichnung für Abenteurer antworten

Da es ja eh Fantasie ist kannst Du es nennen wie du es magst ;o)
Fahrendes Volk gab es und sie waren tatsächlich Rechtlose. Straftaten wurden ihnen grundsätzlich unterstellt, daher war an diesem Leben nichts romantisch.

the_landlady Offline




Beiträge: 18

03.09.2011 08:40
#3 RE: mittelalterliche Bezeichnung für Abenteurer antworten

Hm, das ist allerdings auch wieder richtig. Und ich erhebe ja auch keinen Anspruch auf historische Korrektheit. Romantisch bin ich ohnehin auch nicht ^^ also werd ich mal mein Glück als Vagabundin suchen.

Rhiannon Offline




Beiträge: 873

03.09.2011 11:39
#4 RE: mittelalterliche Bezeichnung für Abenteurer antworten

Gibt es keinen Film oder ein Buch, in dem jmd in der Richtung auftritt? Eine Figur die dir gefällt? Oft ist das eine ganz gute Basis für eine Fantasydarstellung (ich meine jetzt nicht zwangsläufig sowas wie Eowen in HdR oder so... Fantasy ist für mich alles, was nicht historisch halbwegs korrekt ist also auch GroMi)... Wenn man da einmal eine Idee im Kopf hat, gehts meist leichter auch im Zusammenbasteln einer Geschichte etc.

Blessed be
Rhiannon

the_landlady Offline




Beiträge: 18

04.09.2011 10:39
#5 RE: mittelalterliche Bezeichnung für Abenteurer antworten

Hm, ein wirkliches Vorbild hab ich nicht. Ich wär nur gern das, was ich auch in (Computer)Rollenspielen gern bin, eine Kämpferin - in welcher Art und Weise auch immer. Bzw. es muss nicht unbedingt so sein, dass ich beruflich kämpfe, wie etwa eine Söldnerin, nur würd ich gern eine Waffe tragen.

Goschi Offline




Beiträge: 2.673

04.09.2011 10:47
#6 RE: mittelalterliche Bezeichnung für Abenteurer antworten

Die meisten PC-Rollenspiele haben mit Mittelalter nichts gemeinsam, Phantasiemittelalter beudeutet ja immerhin, dass es noch Züge des MA haben sollte.
Es gibt welche, die machen Waldläuferinnen. Das ist auch Phantasie, eine Einzelkämpferin gab es im MA eher nicht, die hätte keine Überlebenschance. Auch als Phantasiefigur ist es sicherlich schwer, irgenwie einen Bezug zum MA herzustellen. Dann vielleicht schon eher die Richtung Räuberin.


3 Dinge kommen nie zurück: Der abgeschossene Pfeil; Das gesprochene Wort; Die verpasste Gelegenheit.
Tradition ist nicht die Aufbewahrung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers

Eowyn Offline




Beiträge: 11

04.09.2011 12:01
#7 RE: mittelalterliche Bezeichnung für Abenteurer antworten

also ich lebe gern die Rolle der Eowyn aus HdR sie ist auch eine Kämpferin, oder meine erste Rolle ist Jeanne d'Arc, bekannt auch die Maid of Orleans. Mit Ihr habe ich mich geschichtlich schon ziemlich intensiv beschäftigt *zwinker

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Meditieren ist besser als Rumsitzen und nix tun ;)

Eduard Offline




Beiträge: 509

04.09.2011 19:38
#8 RE: mittelalterliche Bezeichnung für Abenteurer antworten

Also ich würde an deiner Stelle einfach den Begriff "Abenteurer" nehmen. Streuner, Vagabund, Dieb und ähnliche Begriffe wären für meinen Geschmack einfach zu negativ besetzt und scheinen mir auch nicht wirklich die Darstellung, einer "abenteuerlustigen Wandersfrau", die du betreiben willst zu treffen.

Außerdem gab es den Begriff "Abenteurer" durchaus schon im Mittelalter, bzw. natürlich die damals benutzten Wortformen, von denen sich unser heutiger Begriff "Abenteurer" ableitet. Im Mittelhochdeutschen gab es z.B. den Ausdruck "âventiurære". Ursprünglich war damit zwar ein Ritter, der auf der Suche nach "âventiure" umherzieht, gemeint. Der Begriff, bzw. spätere Begriffe wie "âbenteurer", "âbenteirer" und ähnliche, wandelte sich aber, vom rein ritterlichen Ursprung, zu einer Bezeichnung generell für Menschen, die eine unbekannte (risikoreiche) Reise oder so ein Unterfangen antraten. Diese Begriffe findet man sowohl in Bezug auf Pilger, fahrende Kaufleute (in einigen Gegenden wurden sogar ansässige Handwerker, als "Abenteurer" bezeichnet, wenn das Handwerk besonders schwierig galt oder selten war), aber auch für Personen, die einfach loszogen um zum Beispiel an verschieden Orten, mit unterschiedlichen Tätigkeiten ihren Unterhalt zu verdienen und aufs Gradewohl loszogen. Oder für solche, die loszogen um neues zu entdecken oder zu erfahren. Also Menschen, die wir heute eben auch als "Abenteurer" bezeichnen würden. In Frühneuhochdeutschen Texten, also der Sprache von ca. 1350 bis ca. 1650 findet z.B. auch der Ausdruck "abentewrer". Und all diese Begriffe werden verwendet, wenn es um etwas gewagtes, risikoreiches, etwas mit unbekanntem Ausgang etc. geht.

Du schreibst Abenteurer würde dir nicht "mittelalterlich" genug klingen. Na ja aber auch Ritter, Tagelöhner, Pilger und alle anderen Begriffe, mit denen wir alle, egal ob wir ne historische oder ne phantastische Darstellung betreiben, unsere Darstellung umschreiben klingt ja auch nicht unbedingt "mittelalterlich" sondern wir benutzen die neusprachlichen Begriffe die unsere Darstellung umschreiben. Ich glaube die wenigsten von uns haben sich auch Gedanken dazu gemacht, ob das jetzt "mittelalterlich" klingt oder ob der Begriff, für die dargestellte Epoche der richtige ist. Ich habe mir zumindest nicht überlegt ob ich jetzt sage meine Darstellung ist ein "rîtære", "rîter", "ritter" oder "riter". Heute nennt man den Typen, im mehr oder weniger ausgeprägten Metallanzug, eben Ritter. Für deine Darstellung gibt es heute den Begriff "Abenteurer", der sich auch noch aus dem Mittelhochdeutschen und Frühneuhochdeutschen, auch für Personen, wie du eine darstellen willst, ableiten lässt. Der Begriff ist auch nicht unbedingt negativ oder zwielichtig besetzt und du gilst nicht sofort als rechtlos, was du ja, so wie ich es verstehe, nicht gerne hättest. Wobei letzteres, für eine, ja eher phantastische Darstellung, ja nicht so wichtig ist. Aber du magst eben nicht sofort den Anschein einer "Rechtlosen" erwecken, nur daher diese Bemerkung.

Kurz: Zu der Darstellung einer "abenteuerlustigen Wandersfrau" wie du so schön schreibst, empfehle ich dir deine Darstellung als die eines "Abenteurers" zu bezeichnen.

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Théoden Offline




Beiträge: 42

05.09.2011 10:20
#9 RE: mittelalterliche Bezeichnung für Abenteurer antworten

Ich denke auch, daß du "Abenteurer/in" durchaus nehmen kannst als Bezeichnung. Wenn ich es richtig verstehe, stehst du mit deiner Gewandung noch recht am Anfang, ich denke mit der Zeit wirst du diese (und dich) noch entwickeln, alleine das kann ja auch ein "Abenteuer" sein....

Ac onwacnigeað nu, wigend mine;
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the_landlady Offline




Beiträge: 18

06.09.2011 18:13
#10 RE: mittelalterliche Bezeichnung für Abenteurer antworten

Also nach allem, was ich hier nun an interessanten und hilfreichen Beiträgen gelesen habe, bin ich mit der Bezeichnung Abenteurer doch besser bedient, als mit Vagabundin, denn letzteres ist neutraler. Und ziemlich sicher hat Theoden recht und es ist nicht meine erste und einzige Gewandung, die ich von jetzt und bis in alle Ewigkeit unverändert trage - schließlich habe ich irgendwann noch vor eine Rüstung zu machen und wer weiß, was mir auch Mittelaltermärkten oder auch einfach so noch für Ideen in den Kopf kommen =)

Théoden Offline




Beiträge: 42

07.09.2011 22:20
#11 RE: mittelalterliche Bezeichnung für Abenteurer antworten

Na, ich kenne eigentlich niemanden, der nicht mal erst in Carbone oder Bares rumgelaufen ist, geiles Trinkhorn am Gürtel und tolles Deko-Pseudoschaukampfschwert am Gürtel....

Damit will ich sagen, mit der Zeit lernt man dazu, weiß Preise und Qualität besser einzuschätzen, informiert sich und sammelt Eindrücke, entwickelt den Ehrgeiz auch Dinge selbst herzustellen und nähert sich der eigenen Darstellung immer mehr damit. Ganz wichtig dabei ist immer, daß du Spaß an der Sache hast, und laß dich ja nur nicht entmutigen, wenn du mal an 'nen "A-Papst" gerätst!

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the_landlady Offline




Beiträge: 18

08.09.2011 00:07
#12 RE: mittelalterliche Bezeichnung für Abenteurer antworten

Soweit alles verstanden, nur was bitte ist ein "A-Papst"? ^^ Den Begriff hab ich noch nie gehört.

Eduard Offline




Beiträge: 509

08.09.2011 04:44
#13 RE: mittelalterliche Bezeichnung für Abenteurer antworten

Der A-Papst, oder auch der Versuch einer (nicht ganz ernst gemeinten) wissenschaftlichen Definition dieses Wesens.

A-Papst = Authentik-Papst: Bezeichnet, im Bereich der Mittelalterdarstellung , der Living History und des Reenactment eine Person, die sich als führend, richtungweisend und als höchste Autorität, meist mit Alleinvertretungsanspruch, in allen Fragen auf den genannten Gebieten, betrachtet. Er (der A-Papst) hat den Anspruch, die einzig legitimen Ansicht darüber vertreten zu dürfen, wie eine historische Darstellung auszusehen hat und was sich historische Darstellung nennen darf und was nicht. Diese hat nämlich ausschließlich in einer authentischen (authentisch hier gemeint als 100%ige Nachbildung) Form zu erfolgen. Dabei legt er größten Wert darauf, dass jedes kleinste Detail einer Darstellung an Hand historischer Quellen und/oder Fundlagen nachgewiesen und umgesetzt wird.
Ebenso dürfen nach Ansicht des A-Papstes auch nur Materialien genutzt werden die, zumindest möglichst nahe, an die Materialien der Darstellungszeit heranreichen. Selbiges gilt natürlich auch für die Verarbeitung der Materialien, die nur mit Mitteln der Darstellungszeit verarbeitet werden dürfen. Nach Ansicht einiger A-Päpstes dürfen auch keinerlei neumodische Dinge getragen werden, auch dann nicht, wenn diese etwa unter der Gewandung gar nicht zu sehen sind (z.B. moderne Unterhosen etc.) oder diese neumodischen Gegenstände aus medizinischen Gründen notwendig sind (etwa Brillen, wenn durch Fundlagen/Quellen für die Darstellungszeit keine nachgewiesen sind, gelegentlich ist der A-Papst aber bereit Kontaktlinsen zu dulden). Nach Meinung einiger, besonders strenger, A-Päpste ist eine Person, die aus medizinischen Gründen, auf Hilfsmittel, welche nicht historisch belegt sind, angewiesen ist, nicht dazu fähig oder berechtigt, sich in den Bereichen Mittelalterdarstellung, Living History und Reenactment, zu betätigen. Eine mittelalterlich-phantastische Darstellung hat, nach Ansicht der meisten A-Päpste, keinerlei Daseinsberechtigung.

Sozialverhalten:

Ein Abweichen bei der Darstellung, von den Dogmen eines A-Papstes, bei anderer Darstellern, die sich in den Bereichen Mittelalterdarstellung, Living History und des Reenactment betätigen, veranlasst den A-Papst oftmals dazu, ungefragt und unaufgefordert, seine negative Meinung über diese Darstellung kundzutun (gerne auch in der Art, dass dieses möglichst viele, unbeteiligte Menschen mitbekommen). Dabei wird der A-Papst nicht damit geizen, ebenso ungefragt und unaufgefordert, Verbesserungsmöglichkeiten, besser gesagt Verbesserungsbefehle, zur kritisierten Darstellung, zu geben und dabei unmissverständlich klar machen, dass er nicht an einer Diskussion interessiert ist, sondern lediglich, seiner, manchmal einem Kreuzzug nahekommenden, Mission folgt.

Verschiedenes:
Die Erforschung des A-Papstes ist eine noch recht junge Wissenschaft. Auffallend ist, dass der A-Papst sich, in der Regel, selber, in den Stand als, führende, richtungweisende und als höchste Autorität mit Alleinvertretungsanspruch, in allen Fragen auf dem Gebiet der Mittelalterdarstellung, der Living History und des Reenactment, Person versetzt. In freier Wildbahn wurde bisher noch keine Wahl eines A-Papstes beobachtet.

Ebenso scheinen nicht alle A-Päpste unbedingt die Ansprüche, die sie an andere bei deren Darstellung stellen, selber umsetzen zu müssen. Vielmehr reagiert der A-Papst ausgesprochen unbeholfen, teils sehr unwirsch, darauf, wenn man, als von diesem kritisierter Darsteller, bei der Darstellung des A-Papstes Fehler feststellt und diesen dann darauf hinweist. Hier neigt der A-Papst zu einem ausgeprägten Fluchtinstinkt.

Auch scheint der A-Papst eine ausgesprochen undankbare Spezies zu sein. So ist es etwa ein Vorfall bekannt, bei dem einem A-Papst als Geschenk eine Hose nach historischer Fundlage überreicht wurde, wobei der A-Papst dieses Geschenk nicht richtig würdigen konnte. Da die Fundlage lediglich ein ganzes Hosenbein, ein Hosenbein bis zum Knie und eine fehlende Gesäßhälfte aufwies, wurde das Geschenk exakt so nachgebildet. Aus unerklärlichen Gründen weigerte sich der A-Papst aber, diese, historisch korrekte, Nachbildung zu tragen und damit über die Veranstaltung zu gehen.

Die Gesamtpopulation der A-Päpstes konnte bisher nicht ermittelt werden. Man geht aber davon aus, dass die Gesamtpopulation, gemessen an der Anzahl der Menschen, die sich in den Bereichen Mittelalterdarstellung, Living History und des Reenactment, betätigen eher gering sein dürfte. Durch sein besonders prägnantes Auftreten sowohl auf Veranstaltungen als auch in einigen Foren scheint der A-Papst eine größere Population vorgaukeln zu wollen um so eine Berechtigung zu haben, seine Dogmen besser verbreiten zu können.

Abgrenzung:
Wichtig! Deutlich zu unterscheiden ist der A-Papst von jenen vielen Darstellern im Bereich Mittelalterdarstellung, Living History und des Reenactment, welche für sich zwar selber in Anspruch nehmen eine möglichst authentische Darstellung zu betreiben (oder diese anstreben), diese Ansprüche aber nicht dogmatisch von anderen Darstellern erwarten und ihre Ansprüche für sich selber und nicht für andere definieren.

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Goschi Offline




Beiträge: 2.673

08.09.2011 08:07
#14 RE: mittelalterliche Bezeichnung für Abenteurer antworten

Théoden, vielleicht haben wir mal auf einem Markt im nächsten Jahr das Vergnügen, damit Du mal jemanden kennenlernst, der nicht erst mit "Carbone oder Bares" mit Dekowaffen rumgelaufen ist.
Wir haben damals längere Zeit gespart und haben uns dann in einen authentischen MA-Shop eingekleidet und auch handwerklich ausgerüstet und waren am Anfang mit einem kleinen Zelt unterwegs. Erst später, bei der Anschaffung, rüsteten wir uns auch mit nicht bewiesenen Dingen u. verschiedlichen Annehmlichkeiten aus, was bei Gisbert ja zulässig ist...
Ich wollte schon von Anfang an eine realistischere Darstellung von Thüringern im Frümi machen, wobei damals der Begriff A-Pabst noch nicht kursierte und ich auch nicht dessen Eigenschaften besitze.

Will damit sagen, dass man aus verschiedenen Richtungen MA-Darstellung betreiben kann, und man sich nicht mal unbedingt auf eine Darstellungsrichtung festlegen muss. Wenn es gewünscht oder notwendig ist, machen wir eben nur den gewünschten Teil davon.
Z. B. kann man auch sehr schnell zu einem weiteren "Bild" kommen, wir haben uns z. B. an einen historischen Umzug am Wohnort beteiligt und von der Stadt den Auftrag bekommen ein Bild der Besiedlung durch einen Ritter authentisch darzustellen. Den Heuwagen aus dem Museum mussten wir einschl. Pferde abgeben, aber die Klamotten haben wir davon nach wie vor und könnten so auch eine Homidarstellung machen.
Allerdings haben wir dabei eine uns eigene Authentität, wie wir uns darstellen, wie die meisten anderen Lager auch. Nebenbei bemerkt gehört hierzu auch das Mitbringen von scharfen Waffen, denn nach § 42 (Verbot des Mitführens des Führens von Waffen bei öffentlichen Veranstaltungen) sind wir nach Abs. 4 Nr. 1 (... gilt nicht bei Theaterauffürhungen und gleich zu achtende Aufführungen...) davon befreit und werden deshalb auch bei allen Veranstaltungen nicht auf unsere beiden scharfen Sax versichten, die die Standartausrüstung (Werkzeug und Waffe) unserer mittelalterlichen Darstellungsobjekte waren... Dies gilt für authentischere wie für Phantasieveranstaltungen gleichermaßen, denn unter "Theater.." gehört alles.

Ich mache niemanden Vorschriften, sehe es aber für gut an, wenn die Gruppen, die die Möglichkeiten haben, ihr Lager möglichst mit viel selbst hergestellten Dingen bereichern. Meines Erachtens macht das ein Lager interessanter, als wenn nun sehr viele Lager z. b. mit den gleichen Zelten und Truhen aufbauen würden. Gerade das individuelle bringt eine abwechselungsreiche Vielfalt, die auch für den Betrachter alles interessanter macht.

Ja, der A-Pabst ist sehr treffend beschrieben worden


3 Dinge kommen nie zurück: Der abgeschossene Pfeil; Das gesprochene Wort; Die verpasste Gelegenheit.
Tradition ist nicht die Aufbewahrung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers

the_landlady Offline




Beiträge: 18

08.09.2011 18:02
#15 RE: mittelalterliche Bezeichnung für Abenteurer antworten

Ich denke nach dieser langen und ausführlichen Erläuterung kenne ich nun den A-Papst in allen gängigen Formen und Größen und werde ihn mit Sicherheit sofort erkennen, wenn mir einer aus dem Gebüsch entgegenspringt.

Was mein Konzept angeht, das gedenke ich phantastisch-historisch auf die Ritter von Weingarten zurückzuführen, die es tatsächlich gegeben hat (auch wenn man nur Randbemerkungen über sie findet). Somit beschreite ich in meiner Gewandung den Weg vom Abenteurer bis hin zum... naja, mal sehen, wo ich am Ende rauskomme. Vielleicht bei Ritter, vielleicht auch nur Kämpfer oder Söldner, wer weiß das schon.

Théoden Offline




Beiträge: 42

08.09.2011 21:30
#16 RE: mittelalterliche Bezeichnung für Abenteurer antworten

@ Goschi

Ah, das wäre mal schön, wenn wir uns im RL mal begegnen würden, würde mich echt freuen. Allerdings machen wir nur Märkte im Umkreis von etwa 100km mit dem Lager, "privat" fahre ich auch kaum weiter, weil die Auswahl hier in der Saison ist wirklich groß genug...aber vielleicht klappt's ja doch mal irgendwie

Naja, ich will mal ehrlich sein, ich hab eigentlich auch nie das Zeug von der Stange getragen, ich hab mir mein Zeug selbst gebastelt und so richtig in Gewandung bin ich ja erst gegangen, als ich meinen "Boromir" hatte (trage ich kaum noch, 5 Lagen Klamotten und 20 kg sind einfach unpraktisch auf Dauer ) und dann ein Jahr später den "Théoden"....
Inzwischen entferne ich mich ein bißchen von der Filmvorlage, interpretiere die Eorlingas eher nach den Vorlagen Tolkiens und orientiere mich in Richtung Wiki, Kelten und Hunnen dabei....ich werd immer ein Eorling bleiben, nur Außenstehende werden wohl eher mich in die Wiki-Ecke schieben, aber das passt ja auch, immerhin haben wir im Lager 'ne Wiki-Sippe....

@ Landlady

A-Päpste sind recht selten, ich bin mal auf einen getroffen, den hab ich zwei, drei Minuten seiern lassen, dann habe ich ihn ausgelacht und stehen gelassen...

Du wirst schon dein Ding machen, wie gesagt, man lernt immer was neues, trifft neue Leute und bekommt Impulse. Und das ist schon auch wichtig, nicht jeder, der dir 'nen lieben Tipp gibt bezüglich Gewandung, ist ein A-Papst, im Gegenteil, die meisten Leute sind recht gelassen und helfen gerne mal...und du hast ja schon mal vor Augen, in welche Richtung du gehen willst.

@ Eduard

Welch treffliche Beschreibung für einen A-Papst! Vielen Dank für diese Charakterisierung, ich hatte fast ein Dauergrinsen beim Lesen im Gesicht.
*verneig*

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